16. Juni 2026

Social Media, Desinformation und Deepfakes

Drei junge Menschen verschiedener Herkunft arbeiten gemeinsam konzentriert vor einem Bildschirm

Ergebnisse der Bitkom-Studie 2026 im Überblick

Die Kommunikation, das Informationsverhalten und die Meinungsbildung in der Bevölkerung. Die vorliegende Studie „Social Media, Desinformation und Deepfakes“ untersucht auf Basis aktueller Befragungsdaten der Bitkom Research, wie intensiv soziale Netzwerke genutzt werden, welche Plattformen dominieren, welche Funktionen sie erfüllen und wie Inhalte sowie deren Wirkung wahrgenommen wird.

Internetnutzung heißt fast immer Social-Media-Nutzung

Soziale Medien sind für die meisten Menschen fester Bestandteil ihrer Internetnutzung. 89 Prozent der Befragten der Studie nutzen Soziale Medien. Dabei zeigen sich keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Sowohl Männer als auch Frauen kommen auf einen Nutzungsanteil von 89 Prozent.

In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen nutzen 95 Prozent soziale Netzwerke, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 91 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen 89 Prozent. Selbst unter den über 65-Jährigen verwenden noch 72 Prozent soziale Medien.

Welche Plattformen dominieren

Unter den sozialen Netzwerken bleibt Facebook mit 74 Prozent die am häufigsten genutzte Plattform, gefolgt von Instagram mit 59 Prozent. Dahinter liegen TikTok (30 %), Pinterest und LinkedIn (jeweils 29 %), Xing (26 %) Snapchat (22 %). Bei den Messenger-Diensten dominiert WhatsApp mit großem Abstand: 85 Prozent der Befragten nutzen den Dienst. Deutlich dahinter folgen Telegram (22 %), Signal (14 %) und Threema (6 %). Auch bei den Video-Plattformen gibt es einen klaren Marktführer: YouTube wird von 85 Prozent der Internetnutzer*innen verwendet. Ergänzend nutzen 26 Prozent YouTube Shorts, während Vimeo (12 %) und Dailymotion (7 %) eine deutlich geringere Reichweite erzielen.

Was wir in sozialen Netzwerken suchen

Soziale Netzwerke werden vor allem für den Austausch mit anderen und zur Informationssuche genutzt. 75 Prozent der Befragten nutzen Communities, Foren und Gruppen zu Hobbys und Interessen, während 73 Prozent über soziale Netzwerke den Kontakt zum Freundes- und Familienkreis pflegen. Für 64 Prozent stehen Unterhaltung und Zeitvertreib im Vordergrund. Zudem teilen 59 Prozent eigene Inhalte, 53 Prozent suchen nach Inspirationen, etwa für Rezepte oder Reisen.51 Prozent nutzen soziale Netzwerke für Shopping oder Produktsuche.

Social Media bringt viel, kann aber auch stressen

Soziale Netzwerke werden überwiegend positiv bewertet, vor allem wegen ihrer sozialen Funktion. 82 Prozent der Befragten sagen, dass sie helfen, mit Menschen in Kontakt zu bleiben. 54 Prozent sehen zudem, dass sie Gemeinschaft schaffen können, wenn sich Menschen sonst allein fühlen würden. Gleichzeitig gibt es auch kritische Einschätzungen. 60 Prozent finden, dass in sozialen Netzwerken zu viel gestritten wird; 25 Prozent empfinden die Nutzung häufig als stressig oder belastend.

Methodik

Grundlage für die Ergebnisse war eine computergestützten telefonischen Befragung (CATI) im Dual-Frame-Design von Bitkom e.V.. Die Erhebung fand zwischen den Kalenderwochen 12 und 17 im Jahr 2026 statt. Die Stichprobe umfasst n = 1.006 Personen im alter ab 16 Jahren. Die Stichprobe wurde bevölkerungsrepräsentativ für die Altersgruppe auf Basis des aktuellen Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes gewichtet.

 

Weitere Infos hier: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/9-von-10-Deutschen-stossen-auf-Fake-News

Bild von Magnific