Berlin, den 15. Juli 2026 – Die Langzeitstudie „Down2Earth“ einer Arbeitsgruppe der Universität Hamburg und LMU München analysiert die Langzeitentwicklung der Informationsnutzung sowie von Einstellungen zum Klimawandel seit 2015 während UN-Klimakonferenzen. Die Studie aus dem Jahr 2025 zeigt, dass die Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen weiter zurückgeht und die Skepsis gegenüber dem Klimawandel zunimmt.
Skepsis gegenüber Klimaschutz wächst

Ergebnisse der Langzeitstudie „Down2Earth“ 2025
Informationsverhalten zum Klimawandel
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen bleibt die wichtigste Informationsquelle der Befragten zum Klimawandel. 64 Prozent erhielten in 2025 mindestens einmal pro Woche im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bzw. in den Mediatheken Inhalte zu Klimathemen. 49 Prozent im Radio und 48 Prozent im privaten Fernsehsender. 39 Prozent haben mindestens wöchentlich Informationen zu Klimathemen in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram erhalten. Aktiv im Internet haben 24 Prozent nach Informationen zum Klimathemen gesucht.
Kommunikation über Klimawandel
Der Austausch über Klimawandel und Klimapolitik findet überwiegend im persönlichen Umfeld statt nimmt aber stetig ab. 34 Prozent der Befragten haben im letzten Jahr mindestens einmal pro Woche mit Familie oder Freund*innen über das Thema. 2021 lag dieser Wert noch bei 51 Prozent. Mit Arbeitskolleg*innen oder Bekannten tauschen sich 28 Prozent über Klimawandel und Klimapolitik aus. 2021 waren es noch 40 Prozent.
Einstellungen zum Klimawandel
Die Mehrheit der Bevölkerung erkennt die Folgen des Klimawandels weiterhin an. Die Zustimmungswerte nehmen allerding ab. 65 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass der Klimawandel gravierende Folgen für Mensch und Natur hat. In 2021 waren es noch 76 Prozent. 52 Prozent sind der Meinung, dass der Klimawandel hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht wird. Auch dieser Wert ist gefallen. 2021 waren es noch 64 Prozent. Zudem bezweifeln 26 Prozent der Befragten (2021: 18 %), dass es überhaupt einen langfristigen globalen Erwärmungstrend gibt.26 Prozent (2021: 15 %) sind der Ansicht, dass Wissenschaftler*innen die Gefahren des Klimawandels übertreiben.
Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen
Trotz sinkender Zustimmungswerte wünscht die Bevölkerung weiterhin mehr Einsatz für den Klimaschutz von verschiedenen Akteure. 61 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich die Wirtschaft viel mehr für den Klimaschutz einsetzen sollte (2023: 66 %) 57 Prozent wünschen sich mehr Einsatz von der Wissenschaft (2023: 66 %).56 Prozent fordern mehr Einsatz für den Klimaschutz von der Politik (2023. 70 %). Gleichzeitig halten 51 Prozent die bisherigen politischen Klimaschutzmaßnahmen für unzureichend, um den Klimawandel deutlich abzuschwächen (2023: 56 %).
Wahrnehmung von Klimaschutz
Nur 46 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Klimaschutzmaßnahmen den Klimawandel noch wirksam eindämmen können. Zudem gehen lediglich 37 Prozent davon aus, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Klimawandel ernst nimmt und Klimaschutzmaßnahmen unterstützt.
Methodik
Für die Studie „Down2Earth“ einer Arbeitsgruppe der Universität Hamburg und LMU München wurden 2025 durch das Marktforschungsinstitut Bilendi 1.050 Personen zwischen 18 und 69 Jahren aus ihrem Online-Access-Panel beauftragt. Die Stichprobe wurde nach Alter, Geschlecht, Bundesland und Bildungsabschluss quotiert. Für die Vergleichbarkeit der Daten wurde der Großteil der Fragen des Fragebogens konstant gehalten. Die Befragung lief parallel zur UN-Klimakonferenz 2025 (10. bis 21. November 2025).
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