29. Oktober 2026

Generation KI: Wie Künstliche Intelligenz das soziale Leben der Gen Z verändert

Ergebnisse einer Studie von Initiative für Echtes Leben e. V.

Ob beim Lernen, Organisieren oder Recherchieren: KI gehört für junge Menschen längst zum Alltag. Zunehmend wird sie aber auch zum Ratgeber, Gesprächspartner und zur emotionalen Stütze. Die Studie „Generation KI“ der Initiative für Echtes Leben e. V. untersucht, welche Rolle KI im sozialen Leben der Gen Z, also der 16- bis 31-Jährigen, spielt und wie sie deren Einfluss auf Lebensqualität, soziale Kompetenz und Kontakte selbst einschätzen.

KI als ein täglicher Begleiter

78 Prozent der befragten Gen Z, die privat KI nutzen, tun dies täglich. 52 Prozent verwenden KI bereits seit über einem Jahr. Am häufigsten dient KI zur Recherche von Informationen (69 %) und zum Einholen von Rat bei gesundheitlichen Fragen.

Ein Drittel der Gen Z nutzt KI in sozialen und emotionalen Situationen

34 Prozent der Gen Z nutzen KI als Hilfe in sozialen Situationen, 29 Prozent für Gespräche über Gefühle und emotionale Unterstützung. 41 Prozent fragen KI bei einem persönlichen Problem um Rat. 33 Prozent holen sich Rat zum Verhalten in einer bestimmten sozialen Situation ein. Auch im Alltag ist KI präsent. 64 Prozent haben in den letzten 30 Tagen mit KI über Gefühle gesprochen, 67 Prozent Smalltalk mit ihr geführt. 13 Prozent sprechen sogar (fast) täglich mit KI über ihre Gefühle.

Ist KI nur ein Werkzeug?

Auf die Frage, wie sie ihr Verhältnis zu KI beschreiben, nennen 45 Prozent „Unterstützung im Alltag“, 29 Prozent „Werkzeug für konkrete Aufgaben“. 14 Prozent sehen in KI eine „geschätzte Gesprächsperson“ und 6 Prozent eine „persönliche Bezugsperson oder Vertraute“. Zusammen sind das 20 Prozent, für die KI nicht mehr nur ein Werkzeug ist.

Intimität und Grenzen

40 Prozent der Gen Z nutzen KI zumindest selten für persönliche, intime oder erotische Chats und Bilder, 60 Prozent nie für solche Anwendungen. 20 Prozent finden eine emotionale Bindung zu einer KI in Ordnung.

Wirkung von KI auf die Lebensqualität

62 Prozent der Gen Z geben an, dass KI ihre Lebensqualität verbessert hat. Nur 6 Prozent berichten von einer Verschlechterung. Je intensiver KI genutzt wird, desto positiver fällt das Urteil aus. 74 Prozent der täglich Nutzenden berichten von einer besseren Lebensqualität, von den gelegentlich Nutzenden sind es 53 Prozent. Von einer Verbesserung ihrer sozialen Kompetenz berichten 38 Prozent derjenigen, die KI täglich nutzen, gegenüber 25 Prozent, die KI gelegentlich nutzen. Bei sozialen Kontakten und Gesprächen mit Menschen sehen 75 Prozent der Gen Z keine Veränderung in der Anzahl ihrer sozialen Kontakte, 16 Prozent berichten von einer Verbesserung, 5 Prozent von einer Verschlechterung.

Methodik

Die Daten stammen aus einer standardisierten Online-Befragung (CAWI), die moweb research im Auftrag der Initiative für Echtes Leben e. V. im Juli 2026 in Deutschland durchgeführt hat. Befragt wurden 525 private KI-Nutzer*innen der Gen Z im Alter von 16 bis 31 Jahren: 263 Frauen und 260 Männer, je rund ein Drittel aus den Altersgruppen 16 bis 20, 21 bis 25 und 26 bis 31 Jahre. Die Stichprobe wurde nach Bundesländern und Ortsgrößenklassen quotiert.

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