Akzeptanz von personalisierter Werbung
Gespaltenes Verhältnis zwischen Nutzen und Sorge.
Berlin, 27. Mai 2026 – Eine YouGov-Studie aus dem Jahr 2026 untersucht, wie Menschen in Deutschland personalisierte Werbung wahrnehmen, welche Bedenken bestehen und wie sich Verhalten und Einstellungen zwischen den Generationen unterscheiden.

Generation Z (Gen Z): geboren 1997–2012
Millennials (Generation Y): geboren 1981–1996
Generation X: geboren 1965–1980
Babyboomer: geboren 1946–1964
Akzeptanz von personalisierter Werbung
Während 32 Prozent der Befragten in Deutschland sie als hilfreich für die Produktentdeckung empfinden, fühlen sich 40 Prozent der durch maßgeschneiderte Werbung verängstigt. 46 Prozent der Generation Z und 42 Prozent der Millennials sehen personalisierte Werbung als hilfreich, während es bei den Babyboomern nur 19 Prozent sind. Als besonders problematisch wird Werbung wahrgenommen, die auf von Analyse von Daten aus dem Browserverlauf basieren. 57 Prozent der Befragten in empfinden Werbung auf Basis ihres Browserverlaufs als übergriffig . Auch interessensbasierte Werbung nach vorherigem Produktinteresse (42 %) sowie Werbung basierend auf Social-Media-Verhalten (41 %) werden als übergriffig wahrgenommen.
Datenschutz als zentrales Problem
Datenschutz ist das zentrale Anliegen der Befragten. 48 Prozent der fühlen sich unwohl damit, dass Unternehmen ihr persönliches Online-Verhalten für Werbezwecke nutzen. Besonders hoch ist dieser Wert bei den Babyboomern mit 58 Prozent. Selbst in der Generation Z äußern 46 Prozent Unbehagen.
Verhalten und Schutzmechanismen im Internet
Um personalisierter Werbung aus dem Weg zu gehen, nutzen 43 Prozent der Befragten in Deutschland einen Adblocker.
Social Media und Werbeskepsis
Menschen die Angst vor personalisierter Werbung haben nutzen Social Media etwas seltener . 49 Prozent nutzen Facebook im Vergleich zu 55 Prozent der Gesamtbevölkerung und 51 Prozent Instagram gegenüber ebenfalls 55 Prozent im Durchschnitt. Bedingungen für mehr Akzeptanz. Mehr Akzeptanz für personalisierte Werbung wäre für viele Befragte in Deutschland möglich, wenn mehr Kontrolle vorhanden wäre. 53 Prozent würden sich wohler fühlen, wenn es klare Ablehnungsmöglichkeiten gäbe. Darüber hinaus wünschen sich 36 Prozent ausschließlich anonymisierte Datennutzung, 35 Prozent klare Datenschutzbestimmungen und 32 Prozent eine minimale Datenerfassung.
Generationenunterschiede bei Datenschutz und Nutzen
Zwischen den Generationen zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Akzeptanz personalisierter Werbung auf Basis des eigenen Online-Verhaltens. Sowohl bei der Gen Z als auch bei den Millennials fühlen sich jeweils 21 Prozent wohl damit, wenn Unternehmen ihre digitalen Aktivitäten zur Personalisierung von Werbung nutzen. Deutlich skeptischer zeigt sich die Gen X – hier liegt der Anteil nur bei 10 Prozent. Am kritischsten sind die Babyboomer. Lediglich 6 Prozent fühlen sich mit dieser Form der Datennutzung wohl.
Methodik
Die Studie basiert auf Daten von YouGov Surveys und YouGov Profiles. Die Umfrage wurde vom 16. Dezember 2024 bis 2. Januar 2025 online durchgeführt. In Deutschland wurden ca. 650 Personen ab 18 Jahren befragt. Die Studie wurde bevölkerungsrepräsentativ quotiert.
Weitere Infos hier: https://yougov.com/de-de/artikel/54808-yougov-studie-zeigt-4-von-10-deutschen-macht-personalisierte-werbung-angst
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