Mehrheit unterstützt Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige
Zweifel an Wirksamkeit des Verbots bleiben
Berlin den 13. April 2026 – Eine klare Mehrheit der Bevölkerung in sechs untersuchten europäischen Ländern spricht sich für ein Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus, so eine YouGov-Studie. Gleichzeitig zeigt sich , dass viele Menschen an der tatsächlichen Wirksamkeit einer solchen Maßnahme zweifeln.

Hohe Zustimmung in vielen Ländern
Befragt wurden Personen im Alter ab 18 Jahren in Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Großbritannien und Deutschland. Besonders hoch ist die Unterstützung eines Zugangsverbots von Sozialen Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre in Frankreich (79 %), gefolgt von Großbritannien (76 %), Deutschland (74 %), Italien (70 %) und Spanien (68 %). Polen zeigt sich im Vergleich zurückhaltender – dort befürworten 53 Prozent eine solche Maßnahme. Unter Eltern von minderjährigen Kindern ist die Zustimmung noch höher: in Großbritannien, Frankreich und Italien befürworten jeweils 79 Prozent der Eltern ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. In Spanien sind es 77 Prozent, in Deutschland 76 Prozent und in Polen 61 Prozent.
Gender-Unterschiede bei der Zustimmung zu einem Social Media Verbot
In einigen Ländern zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. In Italien unterstützen beispielsweise 75 Prozent der Frauen ein Verbot für unter 16 Jährige, während es bei den Männern 65 Prozent sind. Auch in Großbritannien ist die Zustimmung unter Frauen höher (80 %) als unter Männern (72 %). Ein ähnliches Bild zeigt sich in Frankreich, wo 82 Prozent der Frauen und 76 Prozent der Männer ein Zugangsverbot für unter 16 Jährige befürworten. In Deutschland sprechen sich 77 Prozent der Frauen und 71 Prozent der Männer dafür aus. In Spanien liegt die Zustimmung zu einem solchen Zugangsverbot bei 72 Prozent unter Frauen und 64 Prozent unter Männern. In Polen ist die Unterstützung unter Männern mit 55 Prozent etwas höher als unter Frauen mit 51 Prozent.
Skepsis bei der Wirksamkeit
Trotz der breiten Zustimmung bestehen Zweifel daran, ob ein Zugangsverbot tatsächlich wirksam wäre. Sehr bzw. ziemlich wirksam wird ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Italien von 61 Prozent der Befragten eingeschätzt, 33 Prozent sehen es als nicht sehr bzw. überhaupt nicht wirksam an. In Spanien halten 53 Prozent das Verbot für sehr/ziemlich wirksam, gegenüber 41 Prozent, die es als nicht sehr bzw. überhaupt nicht wirksam bewerten. In Frankreich liegen die Einschätzungen fast gleichauf: 46 Prozent sehen es als sehr/ziemlich wirksam an und 45 Prozent als nicht sehr bzw. überhaupt nicht wirksam. In Deutschland ist das Ergebnis fast ausgeglichen mit 45 Prozent sehr/ziemlich wirksam gegenüber 46 Prozent nicht sehr bzw. überhaupt nicht wirksam. In Polen halten 39 Prozent das Verbot für sehr/ziemlich wirksam, während 49 Prozent es als nicht sehr bzw. überhaupt nicht wirksam einschätzen. In Großbritannien schließlich sehen nur 37 Prozent eine sehr/ziemliche Wirksamkeit, während eine Mehrheit von 54 Prozent das Verbot für nicht sehr bzw. überhaupt nicht wirksam hält.
Methodik
Die Ergebnisse basieren auf Online-Interviews des YouGov Panels. Für die Befragung wurden im Zeitraum 6. – 24.03.2026 in Deutschland insgesamt 1.108 Personen, in Frankreich 1.017 Personen, in Italien 1.033 Personen, in Spanien 1.084 Personen und in Polen 1.028 Personen befragt. Die Daten aus Großbritannien stammen aus einer Online-Studie mit 2.133 Personen, die vom 23. – 24.03.2026 erhoben wurde. Die Stichproben wurden nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, Wahlverhalten und politischem Interesse repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung in den Länder ab 18 Jahren nach den genannten Merkmalen quotiert.
Weitere Infos hier: https://yougov.com/de-de/artikel/54472-mehrheit-in-sechs-europaischen-landern-unterstutzt-ein-verbot-von-sozialen-medien-fur-unter-16-jahrige
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