24. September 2026

Freizeit-Monitor 2026

Freizeit zwischen digitaler Verfügbarkeit und bewusster Entschleunigung

Wie verbringen die Menschen in Deutschland ihre Freizeit? Der „Freizeit-Monitor 2026“ der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen geht dabei den Fragen nach: Wie hat sich das Freizeitverhalten verändert? Was sind die beliebtesten Aktivitäten in Deutschland? Und welche Rolle spielen heute digitale Medien und soziale Aktivitäten in der Freizeit?

Künstliche Intelligenz in der Freizeit

42 Prozent der Befragten nutzen in ihrer Freizeit mindestens einmal pro Woche privat künstliche Intelligenz (KI), zum Beispiel um Texte oder Bilder zu generieren oder zu chatten. Bei den 18- bis 34-Jährigen sind es 64 Prozent, bei den 35- bis 54-Jährigen 46 Prozent und bei den 55- bis 74-Jährigen 24 Prozent. 45 Prozent der Männer nutzen KI mindestens einmal pro Woche privat, bei den Frauen sind es 39 Prozent.

Die beliebtesten Freizeitaktivitäten 2026

Die Studie zeigt klar, dass Medien weiterhin beide Freizeitaktivitäten dominieren. 97 Prozent der Befragten nutzen mindestens einmal pro Woche in ihrer Freizeit das Internet, 84 Prozent schauen mindestens einmal pro Woche Fernsehen, 82 Prozent hören Musik und 81 Prozent spielen auf dem Smartphone. 76 Prozent nutzen PC, Laptop oder Tablet, 71 Prozent Social-Media-Angebote und 70 Prozent hören Radio. 57 Prozent nutzen Streaming-Angebote, 54 Prozent schauen YouTube-Videos und 42 Prozent nutzen künstliche Intelligenz, jeweils mindestens einmal pro Woche.

Freizeit abseits von Bildschirmen

Auch Aktivitäten abseits der Medien spielen eine Rolle: 72 Prozent nennen Faulenzen, Nichtstun oder Chillen als eine Freizeitaktivität, die sie mindestens einmal pro Woche ausüben. 70 Prozent gehen mindestens einmal pro Woche ihren Gedanken nach und 69 Prozent reden über wichtige Dinge. 64 Prozent verbringen mindestens einmal pro Woche Zeit mit ihren/ihrem Partner*innen, ebenso viele telefonieren in ihrer Freizeit von zu Hause aus und 61 Prozent telefonieren mobil. 59 Prozent geben Kaffee trinken oder Kuchen essen an und 58 Prozent tun mindestens einmal pro Woche etwas für ihre Gesundheit. Jeweils 57 Prozent gehen spazieren oder schlafen aus; 56 Prozent verbringen Zeit in der Natur. 54 Prozent gehen persönlichen Hobbys nach und 43 Prozent treiben mindestens einmal pro Woche Sport.

Kulturelle und soziale Freizeitaktivitäten im Zehnjahresvergleich

Bei Freizeitaktivitäten Kultur betreffend ist die Frequenz der Häufigkeit geringer. Deshalb schauen wir uns nun die Werte für „mindestens einmal pro Jahr“ an und deren Veränderung in den letzten 10 Jahren. 2016 haben 30 Prozent angegeben, ein Museum oder eine Kunstausstellung zu besuchen, 2026 sind es 45 Prozent. Freizeit- und Vergnügungsparks besuchten 2016 25 Prozent, 2026 sind es 40 Prozent. In Zoos und Tierparks gingen 2016 mindestens einmal im Jahr 31 Prozent, 2026 sind es 44 Prozent. Rock- oder Popkonzerte besuchten 2016 29 Prozent, 2026 sind es 42 Prozent. In Theater, Oper oder Klassikkonzerte gingen 2016 21 Prozent, 2026 sind es 32 Prozent. Beim Kino waren es 2016 55 Prozent, 2026 57 Prozent.

Anders entwickelt sich die Nutzung von Jahrmarkt und Kirmes sowie Disco und Club: Jahrmarkt oder Kirmes besuchten 2016 einmal pro Jahr 65 Prozent, 2026 sind es 60 Prozent. Eine Disco oder einen Club besuchten 2016 37 Prozent, 2026 sind es 26 Prozent.

7 Prozent haben 2016 andere eingeladen oder wurden eingeladen, 2026 sind es 11 Prozent. Außer Haus unternahmen 2016 15 Prozent etwas mit Freund*innen, 2026 sind es 19 Prozent. 16 Prozent trafen 2016 Freund*innen oder Bekannte zu Hause, 2026 sind es 19 Prozent. Mit Kindern etwas machen oder unternehmen, nennen 2016 wie 2026 jeweils 29 Prozent.

Methodik

Für den jährlich erscheinenden „Freizeit-Monitor 2026“ der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen wurden im Juli 2026 über 3.026 Personen ab 18 Jahren online befragt. Die Stichprobe wurde repräsentativ quotiert. Die Befragung wurde vom Meinungsforschungsinstitut GfK durchgeführt.

Bild von Magnific