JIM-Studie 2025: Jugend, Information, Medien
Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger
Berlin, den 28. November 2025 – Die JIM-Studie 2025 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) liefert zum 28. Mal einen Blick auf das Medienverhalten der 12- bis 19 Jährigen in Deutschland.In diesem Jahr sind Themenschwerpunkte Künstliche Intelligenz und der Umgang mit Nachrichten.

Medienausstattung
In Haushalten mit Jugendlichen der Altersgruppe 12- bis 19 Jahre sind Smartphones (98 %), Computer/Laptops (97 %) und Fernseher (96 %) nahezu flächendeckend vorhanden. Tablets erreichen inzwischen eine Verbreitung von 87 Prozent (2024: 82 %). Smart-TVs (83 %), Radiogeräte (74 %) und feste Spielekonsolen (71 %) bleiben ebenfalls weit verbreitet. Wearables wie Smartwatches setzen ihren Anstieg fort und liegen 2025 bei 62 Prozent (2024: 57 %, 2023: 52 %). Rund 50 Prozent der Haushalte verfügen über eine tragbare Spielekonsole (2024: 50 %), 40 Prozent über einen Smartspeaker (2024: 41 %) und etwa 33 Prozent über einen E-Book-Reader (2024:35 %).
Persönlicher Gerätebesitz Jugendlicher 2025
Das Smartphone bleibt mit 93 Prozent einer nahezu vollständigen Ausstattung das mit Abstand wichtigste persönliche Gerät Jugendlicher. 63 Prozent besitzen ein eigenes Tablet und 46 Prozent verfügen über einen Fernseher (Smart-TV: 42 %), einen Laptop (50 %) oder eine feste Spielekonsole (38 %). Rund ein Drittel hat einen eigenen Computer, Wearables oder eine tragbare Spielekonsole. Etwa 30 Prozent besitzen ein Radiogerät oder einen Smartspeaker, während ein E-Book-Reader bei 13 Prozent vorhanden ist. Einzig der Tablet-Besitz nimmt zu und setzt damit den Trend fort, der seit 2019 von 25 Prozent auf heute 63 Prozent geführt hat.
Unterschiede im Mediengerätebesitz nach Geschlecht
Der persönliche Gerätebesitz unterscheidet sich deutlich zwischen Mädchen und Jungen: Jungen verfügen häufiger über einen eigenen Computer (Jungen 49 % vs. Mädchen 20 %) sowie über eine stationäre (59 % vs. 31 %) oder tragbare Spielekonsolen (40 % vs. 27 %). Mädchen besitzen hingegen häufiger ein eigenes Tablet (Mädchen 70 % vs. Jungen 57 %) und einen E-Book-Reader (17 % vs. 9 %).
Freizeitaktivitäten
Bei der nicht-medialen Freizeitgestaltung steht Sport treiben erstmals seit Beginn der JIM-Studie 1998 mit 69 Prozent an erster Stelle der regelmäßigen (täglich/mehrmals pro Woche) Aktivitäten und überholt damit Treffen mit Freund*innen (64 %). Jungen sind häufiger sportlich aktiv (73 %, Mädchen: 65 %) und treffen sich mehr mit anderen (67 %, Mädchen: 61 %). Unternehmungen mit der Familie liegen auf Rang drei (38 %).
Medienbeschäftigung in der Freizeit
Die JIM-Studie zeigt, dass die Mediennutzung Jugendlicher auf hohem Niveau weitgehend stabil bleibt. Angeführt wird sie von Internetnutzung (96 %) und Musikhören (93 %), das Smartphone ist mit 98 Prozent das meistgenutzte Gerät. 83 Prozent schauen täglich oder mehrmals pro Woche Videos im Internet, jeweils 70 Prozent spielen digitale Spiele oder nutzen Videostreaming-Plattformen wie Netflix oder Prime Video. Tablets werden von 60 Prozent täglich oder mehrmals pro Woche verwendet , Radiohören liegt bei 51 Prozent und lineares Fernsehen bei 50 Prozent. Sprachassistenten wie Alexa oder Siri nutzen 40 Prozent, gedruckte Bücher lesen 33 Prozent, Podcasts und Hörbücher jeweils etwa 25 Prozent.
Methodik
Für die aktuelle JIM-Studie wurde zwischen dem 02. Juni und dem 12. Juli 2025 aus der Grundgesamtheit der deutschsprachigen Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren in Deutschland eine repräsentative Stichprobe von1.200 Fällen befragt.. Die Erhebung wurde mittels eines Mixed Mode Ansatzes durchgeführt, d.h. sie erfolgte parallel als Kombination von Telefon- und Online-Interviews (Mixed Mode CATI – CAWI im Verhältnis von 50 % CATI und 50 % CAWI). In der Gesamtstichprobe wurden Abweichungen von der Sollstruktur durch eine gemeinsame Gewichtung der Gesamtstichprobe nach „Alter x Geschlecht“ sowie „Bundesland“ (jeweils Basis: Statistisches Bundesamt, Stand 31.12.2024 fortgeschrieben) gewichtet. Die Feldarbeit und Datenaufbereitung erfolgte durch die GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung in Wiesbaden
Weitere Infos hier: https://mpfs.de/app/uploads/2025/11/JIM_2025_PDF_barrierearm.pdf
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