Künstliche Intelligenz im Alltag

Ergebnisse der ARD/ZDF-Medienstudie 2026
KI-Anwendungen wie ChatGPT, Google Gemini oder Perplexity sind inzwischen auch privat einfach verfügbar. Die ARD/ZDF-Medienstudie 2026 untersucht unter anderem, wie KI-Tools genutzt werden, für wie vertrauenswürdig ihre Informationen gehalten werden und ob sie die Nutzung der bisherigen journalistischen Nachrichtenangebote verändern.
Wie werden KI-Tools genutzt?
59 Prozent der Befragten ab 14 Jahren nutzen KI-Tools zumindest selten (2025: 42 %). Mindestens wöchentlich greifen 37 Prozent auf KI-Tools zurück (2025: 22 %), täglich 13 Prozent (2025: 7 %). Das Alter ist der mit Abstand wichtigste Faktor: Von den 14- bis 29-Jährigen nutzen 92 Prozent KI-Tools zumindest selten (2025: 83 %) und 68 Prozent mindestens wöchentlich (2025: 57 %). Von den 30- bis 49-Jährigen sind es 76 Prozent (2025: 55 %), unter den 50- bis 69-Jährigen 49 Prozent (2025: 25 %) und den ab 70-Jährigen 15 Prozent (2025: 10 %). Männer nutzen KI-Tools mit 62 Prozent (2025: 47 %) etwas häufiger als Frauen mit 57 Prozent (2025: 38 %). Im Durchschnitt verbringen die Befragten am Tag 57 Minuten mit KI. 14- bis 29-Jährigen 67 Minuten, 30- bis 49-Jährige 52 Minuten und die 50- bis 69-Jährigen 28 Minuten.
Vertrauen in KI-Tools
37 Prozent der Befragten stufen Informationen, die von KI-Tools erstellt oder zusammengefasst wurden, als sehr oder eher vertrauenswürdig ein. 38 Prozent der Befragten halten sie für weniger vertrauenswürdig, 16 Prozent für nicht vertrauenswürdig. Unter den 14- bis 29-Jährigen vertrauen 55 Prozent den Informationen aus KI-Tools, von den ab 70-Jährigen lediglich 13 Prozent.
Wichtigkeit von Quellenangaben
Quellenangaben zu den von KI-Anwendungen zusammengefassten Informationen sind 81 Prozent der Nutzenden sehr wichtig oder wichtig. Auf Links zu den Originalquellen klicken 38 Prozent in den meisten Fällen oder jedes Mal, 42 Prozent gelegentlich und 17 Prozent nie.
Nutzung journalistischer Nachrichtenangebote im Internet
Die Nutzung journalistischer Nachrichtenangebote im Internet bleibt bei der Mehrheit unverändert: 64 Prozent nutzen Nachrichten-Websites und -Apps seit der Verwendung von KI-Tools genauso häufig wie zuvor, 16 Prozent greifen seltener darauf zurück.
Methodik
Insgesamt wurden für die diesjährige Studie von ARD und ZDF 2.462 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt: 70 Prozent davon per Telefon auf Basis einer Dual-Frame-Stichprobe und 30 Prozent über ein Onlinepanel. Die Erhebung wurde vom Institut GIM zwischen dem 27. Januar und 19. April 2026 durchgeführt.
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