Lebensmittelpreise und Stimmungslage 2026
Einschränkungen, Sorgen und Konsumverhalten
Berlin, 27. Februar 2026 – Die Entwicklung der Lebensmittelpreise stellt weiterhin eine Herausforderung für Haushalte in Deutschland dar. Eine Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. verdeutlicht sowohl die spürbaren Auswirkungen als auch die angespannte Stimmung unter den Verbraucher*innen.

Mehrheit blickt mit Sorge auf 2026
Mit Blick auf ihre persönliche Situation der Verbraucher*in gaben Ende 2025 52 Prozent der Befragten an, dass sie eher negativ auf das Jahr 2026 blicken. Am pessimistischsten sind mit 57 Prozent die 35 bis 49 Jährigen. Bei den 18 bis 34 Jährigen sind es 54 Prozent und bei den 50 bis 64 Jährigen 53 Prozent. Am wenigsten negativ blicken die ab 65 Jährigen auf 2026. Hier lag der Wert bei 44 Prozent. Der West-Ost-Vergleich zeigt deutliche Unterschiede. Im Westen der Republik sind es 50 Prozent, die eher negativ auf das Jahr 2026 blicken. Im Osten sogar 60 Prozent.
Einschränkungen beim Lebensmitteleinkauf
45 Prozent der Befragten geben an, sich aufgrund gestiegener Lebensmittelpreise beim Lebensmitteleinkauf einschränken zu müssen. 2024 lag dieser Anteil noch bei 39 Prozent. In Bezug auf die Altersgruppen gibt es hierbei deutliche Unterschiede. So geben 55 Prozent der 18 bis 34 Jährigen und 39 Prozent der ab 65 Jährigen an, sich aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise beim Lebensmitteleinkauf einschränken zu müssen. Bei den 35 bis 49 Jährigen und 50 bis 64 Jährigen sind es jeweils 43 Prozent. Auch bei den Regionen zeigt die Studie Unterschiede: im Westen geben 44 Prozent an, sich beim Lebensmitteleinkauf einschränken zu müssen, im Osten sind es sogar 51 Prozent.
Methodik
Laut Methodenbericht wurde für die Studie „Stimmungslage“ vom 12. bis 14. November 2025 im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. eine repräsentative Befragung von der forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH durchgeführt. Befragt wurden 1.002 deutschsprachige Personen im Alter ab 18 Jahren in Privathaushalten in Deutschland. Die Stichprobe wurde mittels einer systematischen Zufallsauswahl als mehrstufige geschichtete Stichprobe gezogen. Die Befragung erfolgte im Rahmen des forsa.Omnitel, einer telefonischen Mehrthemenumfrage, durch computergestützte Telefoninterviews (CATI). Dabei kam eine Dual-Frame-Stichprobe zum Einsatz, die sowohl Mobilfunk- als auch Festnetznummern berücksichtigt.
Weitere Infos hier: https://www.vzbv.de/pressemitteilungen/hohe-lebensmittelpreise-45-prozent-der-verbraucherinnen-muessen-sich
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