Mobilität in Deutschland 2026
Skepsis prägt den Wandel
Berlin, 29. April 2026 – Eine internationale Studie in 31 Ländern zum Thema Mobilität ergab, dass nachhaltige Mobilitätsmaßnahmen weltweit auf breite Zustimmung stoßen. Die Menschen in Deutschland sind in vielen Bereichen deutlich zurückhaltender als Menschen in anderen Ländern. Insbesondere bei regulierenden Eingriffen in den Straßenverkehr ist die Skepsis vergleichsweise hoch.

Geringe Zustimmung zu restriktiven Maßnahmen
Die Zustimmung zur Einführung einer City-Maut zur Förderung nachhaltiger Mobilität liegt im 31-Länder-Durchschnitt bei 46 Prozent,22 Prozent lehnen eine City -Maut ab. In Deutschland fällt die Zustimmung mit 30 Prozent deutlich geringer aus und 43 Prozent sich sogar dagegen aus. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei strengeren Verkehrsregeln zur Verbesserung der Verkehrssicherheit: 66 Prozent der Befragten aus dem 31-Länder-Durchschnitt unterstützen entsprechende Maßnahmen, in Deutschland liegt der Wert bei 48 Prozent..
Offenheit für nachhaltige Alternativen
Gleichzeitig zeigt sich, dass in Deutschland eine grundsätzliche Offenheit für nachhaltige Mobilitätsformen besteht. So wird der Ausbau von Fahrradinfrastruktur von 54 Prozent der Befragten unterstützt. Im 31-Länder-Durchschnitt liegt der Wert bei 67 Prozent. Auch die Präferenz von aktiver Mobilität wie Gehen oder Radfahren ist mit 55 Prozent Zustimmung unter den Befragten in Deutschland etwas geringer ausgeprägt als im 31-Länder-Vergleich mit 61 Prozent. Die Priorisierung von Fußgänger*innen in Einkaufszonen findet in Deutschland eine Mehrheit. 61 Prozent der Deutschen sprechen sich dafür aus, verglichen mit 67 Prozent im 31-Länder-Durchschnitt.
Moderate Skepsis bei der Fahrzeugherkunft in Deutschland
Im Hinblick auf die Herkunft von Fahrzeugen zeigt sich in Deutschland eine moderate Skepsis. 46 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, dass sie bestimmt oder wahrscheinlich Autos für einen Kauf meiden würden, weil die Marke aus einem bestimmten Land stammt. 44 Prozent sagen wahrscheinlich nicht oder bestimmt nicht. . Im 31-Länderdurchschnitt liegen die Werte bei 48 Prozent Ablehnung einer Marke aus einem bestimmten Land und 52 Prozent Nichtablehnung. Am höchsten liegen die Werte für die Ablehnung in Japan (67 %) und China (63 %).
Methodik
Die Studie wurde von Ipsos im Zeitraum vom 21. November bis 5. Dezember 2025 in 31 Ländern durchgeführt. Insgesamt wurden 23.722 Personen befragt. Die Stichprobe umfasste jeweils etwa 1.000 Befragte in Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, Festland-China, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan, Neuseeland, Spanien und den USA und jeweils 500 Befragte in Argentinien, Chile, Kolumbien, Ungarn, Indonesien, Irland, Malaysia, Mexiko, den Niederlanden, Peru, Polen, Singapur, Südafrika, Südkorea, Schweden, Thailand und der Türkei.. In Indien wurden rund 2.200 Personen befragt, davon etwa 1.800 face-to-face und 400 online. Die Altersstruktur variiert je nach Land zwischen 16–74 Jahren, in einigen Ländern ab 18 Jahren bzw. abweichend bis 74 bzw. 75 Jahren. Die Daten wurden nach Alter, Geschlecht und Region gewichtet. Der „globale Länderdurchschnitt“ spiegelt das Durchschnittsergebnis aller Länder wider, in denen die Umfrage durchgeführt wurde. Er wurde nicht an die Bevölkerungsgröße der einzelnen Länder oder Märkte angepasst und stellt kein Gesamtergebnis dar.
Weitere Infos hier:
https://www.ipsos.com/en/ipsos-mobility-report-2026
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