Stadt, Land, Bildung
Bildungschancen, Ausstattung und Bildungsangebote 2026
Berlin, 6. März 2026 – Hängt der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen in Deutschland davon ab, ob sie in der Stadt oder auf dem Land zur Schule gehen? Und welche Folgen ergeben sich daraus für die Bildungspolitik und die Kommunen? Diesen Fragen geht eine die Studie „Stadt, Land, Bildung“ der Deutschen Telekom Stiftung nach. Bürgermeister*innen, Eltern und Schulleitungen wurden zum Bildungsangebot in ihrer Kommune befragt.

Mehrheit bewertet Bildungschancen vor Ort positiv
Die Mehrheit der Bürgermeister*innen bewertet die Bildungschancen vor Ort als gut: 86 Prozent geben an, dass Kinder in ihrer Stadt oder Gemeinde gute Bildungschancen haben. Unter Eltern teilen 82 Prozent diese Einschätzung, während 70 Prozent der Schulleitungen ebenfalls angeben, dass Kinder vor Ort gute Bildungschancen haben. Auch die Attraktivität der Kommunen für Familien mit Schulkindern wird positiv beurteilt.
Unterschiede zwischen Stadt und Land
Aber es gibt Unterschiede bei der Bewertung der Bildungschancen zwischen Stadt und Land. 84 Prozent der Eltern von Kindern an städtischen Schulen geben an, dass ihr Kind gute Bildungschancen hat, im ländlichen Raum 74 Prozent diese Meinung teilen. Hinsichtlich dessen, wo Kinder allgemein bessere Chancen haben, sehen 52 Prozent der Eltern Vorteile in der Stadt, 15 Prozent auf dem Land und 33 Prozent können keine eindeutige Einschätzung abgeben. Unter den Bürgermeister*innen sehen 46 Prozent bessere Chancen in der Stadt, 24 Prozent im ländlichen Raum und 30 Prozent haben keine eindeutige Meinung. Die Schulleitungen bewerten die Chancen ähnlich: 47 Prozent sehen Vorteile in der Stadt, 28 Prozent auf dem Land und 25 Prozent können keine Einschätzung abgeben.
Herausforderungen im Schulalltag
Unter Eltern sehen 60 Prozent in Städten und 64 Prozent auf dem Land diese Situation als problematisch. Sprachbarrieren stellen zudem ein Hindernis dar. 79 Prozent der Schulleitungen geben an, dass sie den Unterricht erschweren können, während 83 Prozent der Schulleitungen Sprachbarrieren als Hindernis in der Kommunikation mit Eltern betrachten.
Methodik
Für die Untersuchung beauftragte die Deutsche Telekom Stiftung das Institut für Demoskopie Allensbach mit einer repräsentativen Befragung von drei Gruppen: Schulleitungen an allgemeinbildenden weiterführenden Schulen, Bürgermeister*innen sowie Eltern von Kindern an weiterführenden Schulen.. Die Befragung erfolgte zwischen Juli und September 2025: 289 Bürgermeister*innen wurden online interviewt (31. Juli–29. August), 200 Schulleitungen ebenfalls online (31. Juli–16. September) und 498 Eltern in persönlichen Interviews (25. Juli–20. August).
Weitere Infos hier: https://www.telekom-stiftung.de/presse/stadt-oder-land-wo-haben-junge-menschen-die-besseren-chancen-auf-gute-bildung
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