Tradition und Trends beim Fasten 2026
Einstellungen, Erfahrungen und Verzichtsbereitschaft
Berlin, 18. Februar 2026 – Am Aschermittwoch beginnt die 40 Tage dauernde Fastenzeit. Eine Studie der DAK-Gesundheit untersucht nun die Einstellung der Bevölkerung in Deutschland zum Thema Fasten. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders junge Menschen dem bewussten Verzicht aus gesundheitlichen Gründen positiv gegenüberstehen.

Zustimmung zum Verzicht und Fasten bei 18- bis 29-Jährigen weiterhin hoch
Laut DAK-Studie halten 85 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bewussten Verzicht auf Genussmittel wie z. B. Alkohol oder auf Konsumgüter wie z. B. Fernsehen aus gesundheitlichen Gründen für sehr sinnvoll. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 47 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 43 Prozent und bei den über 60-Jährigen 42 Prozent. Damit liegt die Zustimmung in dieser Altersgruppe in etwa auf dem Niveau von 2025 (84 %) und weiterhin deutlich über dem Wert von 2024 (76 %). In der Gesamtbevölkerung beträgt der Anteil 45 Prozent, bei den Frauen 47 Prozent und bei den Männern 43 Prozent. Die Hälfte der Befragten (50 %) gibt an, bereits mehrfach gefastet zu haben. Weitere 15 Prozent haben zumindest einmal gefastet.
Alkohol und Süßigkeiten stehen oben auf der Verzichtsliste
Die Bereitschaft zum Verzicht unterscheidet sich teilweise nach Geschlecht. Auf Alkohol würden 76 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen verzichten. Beim Verzicht auf Süßigkeiten zeigen sich Unterschiede: 64 Prozent der Männer und 77 Prozent der Frauen können sich dies vorstellen. Auch Fleisch steht bei vielen auf der Fastenliste. 42 Prozent der Männer und 61 Prozent der Frauen würden darauf verzichten. 48 Prozent der Befragten insgesamt geben an, mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Neben klassischen Genussmitteln spielen auch digitale und alltägliche Gewohnheiten eine Rolle. Ihren Fernsehkonsum würden 38 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen einschränken. Auf Internetnutzung würden 28 Prozent der Männer und 26 Prozent der Frauen verzichten. Das Auto stehen lassen könnten sich 18 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen vorstellen.
Deutliche Generationenunterschiede beim Fleischverzicht
66 Prozent der 18- bis 29-Jährigen können sich vorstellen, in der Fastenzeit auf Fleisch zu verzichten. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Wert mit 48 Prozent deutlich niedriger.
Gründe für den Verzicht auf Internet und digitale Medien
Die wichtigsten Motive für einen Verzicht auf Internet, Computer oder ähnliche digitale Anwendungen sind Stressreduktion und der Wunsch nach mehr persönlicher Zeit. 40 Prozent der Befragten stimmen der Aussage voll und ganz zu, weniger Stress haben zu wollen. 30 Prozent möchten mehr Zeit für sich selbst gewinnen, und 21 Prozent geben an, mehr Zeit für ihre Hobbys zu benötigen.
Methodik
Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1.001 Personen im Alter ab 18 Jahren in Deutschland. Die Erhebung wurde vom 3. bis 5. Februar 2026 durchgeführt. Auftraggeber der Studie ist die DAK-Gesundheit. Die Befragung wurde von Forsa durchgeführt.
Weitere Infos hier: https://www.dak.de/presse/bundesthemen/umfragen-studien/dak-studie-fasten-bleibt-bei-jungen-menschen-beliebt_162594
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