Zwischen Potenzial und Verantwortung
Unternehmen sehen Chancen durch KI – Nachhaltigkeitsanforderungen bleiben hoch
Berlin, den 14. Januar 2026 – Laut einer Bitkom Studie wird künstliche Intelligenz (KI) von Unternehmen in Deutschland zunehmend als Hebel für mehr Nachhaltigkeit wahrgenommen. Viele erwarten positive Effekte auf Klimaschutz und neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig ist das Bewusstsein für die ökologischen Herausforderungen von KI stark ausgeprägt.

KI als Beitrag zum Klimaschutz
Ein Großteil der Unternehmen sieht in KI ein Instrument zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. 67 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland sind der Meinung, dass KI einen spürbaren Beitrag zur Senkung von Emissionen leisten kann. Darüber hinaus erwarten 52 Prozent, dass KI die Entwicklung neuer, klimaschonender Geschäftsmodelle unterstützt und beschleunigt.
Energieverbrauch bleibt zentrale Herausforderung
Trotz der positiven Erwartungen überwiegt bei vielen befragten Unternehmen eine kritische Betrachtung der ökologischen Auswirkungen von KI. 83 Prozent sehen den hohen Energieverbrauch bei der Entwicklung und beim Training von KI-Modelle als problematisch an. Entsprechend hoch ist der Anspruch an einen verantwortungsvollen Einsatz. 82 Prozent fordern, dass Nachhaltigkeitsaspekte fest und verbindlich in unternehmerische Entscheidungsprozesse integriert werden sollten.
Digitalisierung als Chance für Nachhaltigkeit
Nicht nur KI, sondern digitale Technologien insgesamt werden als wichtige Treiber für nachhaltige Entwicklung betrachtet. 90 Prozent der Unternehmen sehen in der Digitalisierung eine Chance für mehr Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Für 57 Prozent haben die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Jahr 2025 sogar weiter an Bedeutung gewonnen .
Methodik
Die Ergebnisse der Biktom Research basieren auf einer telefonischen Befragung (Computer Assisted Telephone Interview, CATI). Befragt wurden Unternehmen in Deutschland mit mindestens 20 Beschäftigten. Als Zielpersonen dienten die Geschäftsführung, der Vorstand sowie Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsbeauftragte. Die Stichprobengröße beträgt n = 603. Die Befragung wurde im Zeitraum von Kalenderwoche 39 bis 44 im Jahr 2025 durchgeführt. Die Daten wurden repräsentativ auf Grundlage des aktuellen Unternehmensregisters des Statistischen Bundesamtes gewichtet.
Weitere Infos hier: https://bitkom-research.de/studien/nachhaltigkeit-unternehmen-2025
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